Erfahren Sie hier mehr, wie der SAR Wert von Mobiltelefonen bestimmt wird. So ist die Messtechnik für diese Wärmestrahlung.
Man nehme ein Kopfphantom. Hierfür dient eine Halbschale aus Kunststoff, deren Material in etwa die gleiche Strahlungsabsorption hat, wie der menschliche Kopf. Gefüllt wird das Kopfphantom mit einer dielektrischen Flüssigkeit, bestehend aus Wasser, organischen Lösungsmitteln und Kochsalz. So entsteht in etwa ein Modell, das zu 90% einem männlichen Erwachsenen entspricht.
Hinzu kommt ein Positioniersystem für die Miniaturfeldsonde im inneren des Phantomkopfes (also eine Halterung für das Messgerät), das jeweilige Handy und schlussendlich ein Computer, der die Messungen auswerten kann.
Zur Messung wird das Telefon in einer realistischen Weise an dem Phantomkopf befestigt und mit maximaler Sendeleistung betrieben. Um das zu erreichen, wird im Labor eine Basisstation aufgebaut zu der eine Dauerverbindung hergestellt wird.
Nun folgt eine ganze Reihe von Messungen mit der Miniaturfeldsonde im inneren des Phantomkopfs. Diese Messung erfolgt in 3 Schritten:
Schritt 1:
Die Sonde wird dazu an viele verschiedene Punkte bewegt, immer im Abstand von max. 2 cm zum vorangegangen Messpunkt. Ist der Punkt der größten Feldstärke gefunden, folgen weitere Einzelmessungen.
Schritt 2:
Die nun folgenden Einzelmessungen haben alle nur noch einen Abstand von 5 mm. Das ganze passiert in einem Bereich von 30 x 30x 25 mm.
Schritt 3:
Da die EU Richtlinie eine Messung von 10 g Körpergewebe vorschreibt, wird der Bereich nun noch einmal begrenzt und von allen dort ermittelten Werten der Durchschnitt gebildet.
Der SAR Wert ergibt sich aus dem Quadrat der Feldstärke, multipliziert mit der Leitfähigkeit und geteilt durch die Dichte des Phantoms.
Vier Fragen bleiben durch die Versuchsanordnung offen:
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die EU Richtlinie zum Sar Wert.
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